{"id":2,"date":"2016-05-10T03:48:21","date_gmt":"2016-05-10T03:48:21","guid":{"rendered":"http:\/\/cumlosen.de\/?page_id=2"},"modified":"2026-08-25T00:56:44","modified_gmt":"2026-08-24T23:56:44","slug":"sample-page","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/cumlosen.de\/?page_id=2","title":{"rendered":"Rolandsage"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Wie die Cumlosener Fischweiber den Roland verzechten<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Cumlosen ist fr\u00fcher ein Fischerdorf gewesen, dem der Fischreichtum der Elbe ein gutes Auskommen bot.<br>In ganz alten Zeiten soll es jedoch gr\u00f6\u00dfere Bedeutung gehabt und sogar einen Roland besessen haben als Zeichen von Marktrecht und Gerichtsbarkeit. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"80\" height=\"177\" src=\"https:\/\/cumlosen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/roland.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-57\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Deich, so wurde immer gesagt, h\u00e4tte er wohl gestanden, gegen\u00fcber dem &#8222;roten Hof&#8220;, jener Stelle, wo sich vielleicht einmal die Cumlosener Burg befand. Inzwischen ist jedoch schon lange weit und breit nichts mehr von einem Roland zu sehen. Warum, das soll auf einer Begebenheit beruhen, die nun schon ein paar hundert Jahre zur\u00fcckliegt: <br>Damals mu\u00dften die Cumlosener Fischfrauen den Fang ihrer M\u00e4nner zum Wochenmarkt nach Perleberg bringen. So zogen sie w\u00f6chentlich einmal mit der Kiepe auf dem R\u00fccken fr\u00fch, wenn es noch dunkel war, los und kamen erst abends sp\u00e4t wieder nach Hause. Ob im Sommer mit Brassen, Barsch, Hecht oder R\u00e4ucheraal, um die Weihnachtszeit herum mit Quappen oder zum Jahresanfang mir ger\u00e4uchertem Schn\u00e4pel, immer gingen sie den selben Weg von ihrem Heimatdorf aus durch die Heide bis hin nach Perleberg. Dort auf dem Markt angelangt, waren die Fische meist bald verkauft. Doch der Weg war weit gewesen und beschwerlich, und nach des Tages Gesch\u00e4ften erwartete die Fischerfrauen ein ebenso langer Heimweg.<br><br>So ist es kein Wunder, da\u00df sie eine St\u00e4rkung brauchten, erstmal eine als Erholung f\u00fcr den Hinweg, dann noch eine als Kr\u00e4ftigung f\u00fcr den bevorstehenden R\u00fcckweg. Und was war daf\u00fcr besser,als ein ordentlicher Schluck Branntwein, der die Lebensgeister so richtig erweckte? Die Perleberger Krugwirte hatten davon genug, und wenn den Fischerfrauen das Geld ausging, machten sie keine gro\u00dfen Umst\u00e4nde und schrieben die Schulden an. So ging das Jahr f\u00fcr Jahr, und die Schuldenliste wurde immer l\u00e4nger. Schlie\u00dflich, als man ihnen nichts mehr geben wollte, verpf\u00e4ndeten die Fischerfrauen sogar den heimatlichen Roland. Als irgendwann aber doch die Geduld der Wirte zu Ende ging, wandten sich diese an den Perleberger Stadtrat, damit der ihen zu ihrem Geld verhelfe. Der Rat schickte einige Ratsherren nach Cumlosen, wo die Fischer aus allen Wolken fielen, als sie die ganze Geschichte erfuhren. Geld zu zahlen, hatten sie nicht, ihren Roland pf\u00e4nden lassen- nein, das ging auch nicht. So jagten sie kurzerhand die Ratsherren aus dem Dorf und dachten, damit w\u00e4re alles erledigt. Die Perleberger gaben jedoch nicht auf. Heimlich, bei Nacht und Nebel, erschienen sie in Cumlosen, holten den Roland weg uns stellten ihn auf den Perleberger Marktplatz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie die Cumlosener Fischweiber den Roland verzechten Cumlosen ist fr\u00fcher ein Fischerdorf gewesen, dem der Fischreichtum der Elbe ein gutes Auskommen bot.In ganz alten Zeiten soll es jedoch gr\u00f6\u00dfere Bedeutung gehabt und sogar einen Roland besessen haben als Zeichen von Marktrecht und Gerichtsbarkeit. 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